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Adresse:
Nationaal Gevangenismuseum
Oude Gracht 1
9341 AA Veenhuizen








Internetadresse


www.gevangenismuseum.nl




Erleben statt Zuschauen



Ein ganz besonderes Erlebnis bietet das Gefängnismuseum in Veenhuizen. Betritt man das Museum durch die Gefängnis-Schleuse wird man bereits zum ersten mal hinter Gittern gesperrt. Nun heißt es warten und dann...beginnt der Besuch im Gefängnismuseum.

Wer glaubt, dass dies die einzige Überraschung bleibt, wird bald eines Besseren belehrt.

Ein unschuldiger Schandpfahl lädt zum Photoshooting ein. Doch kaum hat man den Ort der Schande betreten, wird es laut und der aufgebrachte Mob bricht in wütendes Geschrei aus und wirft mit faulen Tomaten und anderen Dingen. Lebendiger kann man ein Museum kaum gestalten.

Die Ausstellungsstücke sind keine Requisiten, sondern echte Gegenstände, die bei Gefangenen konfisziert wurden. Interessant, was im Gefängnis - verbotenerweise - so alles gebastelt wird.
Im Saal des Richters kann man sich selbst auf den Richterstuhl setzten und Recht sprechen, aber auch auf der Anklagebank ist ein Platz für den Besucher reserviert. Und wer verurteilt ist, kann dort gleich in ein Gefängnis einziehen, allerdings nicht in eine moderne Zelle, sondern in eine original nachgebaute Zelle aus früheren Zeiten.
Mitmachen, ausprobieren und anfassen ist hier ausdrücklich erwünscht.



Ob Speisesaal oder Gefängniszelle, in diesem Museum wird das Leben hinter Gittern sehr anschaulich dargestellt. Mit der Eintrittskarte kann man sogar in einen Zellenblock eintreten und selbst zum Insassen werden. So mancher jugendliche Besucher wird danach mit Sicherheit ein ganz anderes Verhältnis zur Justiz haben.

Nach der Besichtigung des Museums und des Zellenblockes kann man im Innenhof noch einen Gefängnistransporter besuchen und wer noch mehr Gefängnisluft schnuppern möchte, der meldet sich am Eingang zu einer Tour im Gefängnis nebenan.

Ein Gefängnisaufseher, der 40 Jahre in diesem Gefängis tätig war, holt die Besucher nun am Museum ab und nach einem kurzen Spaziergang erreicht man das bis 2008 noch aktive Gefängnis der Region.

Mit viel Humor gibt es nun kleine Anekdoten aber auch Ernsthafts und Trauriges aus dem Mnd eines Mannes, der es wissen muss. Wenn man sich gleich als Deutsche zu erkennen gibt, bekommt man auch einige Erklärungen in Deutsch. So lernt man zum Beispiel wozu die verschiedenen Klappen an der Zellentür nötig sind, wie eine Einzelzelle aussieht oder auf wie wenig Quadratmeter die Gefangenen in Einzelhaft zwei mal täglich ihre halbe Stunde Freigang gestaltet haben.

Verschiedene heute noch gültige Prozeduren werden anschaulich erklärt und spätestens, wenn die Zellen aufgeschlossen werden und der Besucher die kargen engen Räume betritt, wird klar, dass Gefängnis kein Zucker schlecken ist.

Sehenswertes Museum für Familien mit größeren Kindern, denn die hautnahen Begegnungen mit Gefängnismethoden aus früheren Zeiten oder der Anblick einer Liege, die nicht nur zur Gefangenenberuhigung sondern auch zur Vorbereitung auf die Todesspritze benutzt wurden, ist nichts für schwache Gemüter.



Extra Tipp:
Kinder sollten schon ca. 10 Jahre alt sein, da es hautnahe Begegnungen gibt, die kleinere Kinder ängstigen könnten.



Öffungszeiten und Preise 2017 entnehmen Sie bitte der offiziellen Webseite im linken Infokasten